“Diversität im Bau”: Mehr Chancen für Frauen und andere Minderheiten
Der Bausektor ist ein wichtiger Motor für die Wirtschaft, gerade in einem Land mit hoher Bevölkerung wie Deutschland. 2023 lag der Fokus der Nachhaltigkeit vor allem auf dem Klimawandel und den damit verbundenen Emissionsreduzierungen. Auch wir haben ein Produkt entwickelt was den Ausstoß halbieren kann. Trotzdem gehört zur nachhaltigen Gesellschaft auch eine soziale Komponente, die Chancengleichheit und Gerechtigkeit ermöglichen sollte – Diversität im Bau. Durch gesellschaftliche Dynamiken gibt es hier nach wie vor viele Herausforderungen, wenn es darum geht, Frauen und andere Minderheiten zu fördern und ihnen mehr Chancen zu bieten. In diesem Artikel werden wir einige der Probleme untersuchen und einige der Möglichkeiten aufzeigen, wie der Bausektor inklusiver und gerechter werden kann.
Zunächst einmal ist es wichtig anzumerken, dass Frauen und andere Minderheiten im Bausektor nach wie vor unterrepräsentiert sind. Dazu haben wir ein paar Fakten aufgelistet.
Diversität im Bau
Der aktuelle Stand der Vielfalt im Baugewerbe zeigt einen allmählichen, aber bemerkenswerten Wandel hin zu integrativeren Praktiken, auch wenn noch erhebliche Herausforderungen bestehen. In der Vergangenheit war die Baubranche überwiegend von Männern dominiert, wobei Frauen und Minderheiten deutlich unterrepräsentiert waren. Die jüngsten Bemühungen von Unternehmen und Branchenverbänden zielen jedoch darauf ab, diese Diskrepanzen durch die Förderung von Vielfalt und Integration durch gezielte Rekrutierung, Mentorenprogramme und Schulungen zur Förderung der Vielfalt zu beseitigen.
Es gibt Initiativen, die darauf abzielen, ein breiteres Spektrum von Bewerbern anzuziehen und die Demografie der Gesellschaft widerzuspiegeln, aber das Tempo der Veränderungen ist in den verschiedenen Regionen und Organisationen nach wie vor uneinheitlich. Darüber hinaus stellen unbewusste Vorurteile und kulturelle Barrieren nach wie vor Hindernisse für eine umfassende Vielfalt in der Branche dar. Da das Baugewerbe weiterhin wächst und innovativ ist, wird eine größere Vielfalt nicht nur als soziales Gebot angesehen, sondern auch als Mittel zur Förderung der Kreativität, zur Verbesserung der Problemlösung und zur Erfüllung der Anforderungen eines globalen Marktes.
Im Fertigbau
Zum Beispiel hat das Bauwesen im Fertigbau eines der geringsten Frauenanteile aller Geschäftszweige.Der Frauenanteil in der Baubranche ist seit Jahren ein Thema von Relevanz. Das Gehaltsniveau von Frauen lag 2019 bei 15%, 2023 bei 10% und 2024 bei 16% unter den ihrer männlichen Kollegen. Dieser resultiert aus verschiedenen Faktoren, darunter die Präferenz von Frauen für Teilzeitarbeit, die Unterrepräsentation in Führungspositionen und die Tendenz, in Branchen des Bauwesens zu arbeiten, die ein geringeres Lohnniveau aufweisen.
Dies zeigt strukturelle Probleme, die den Bausektor für Frauen unattraktiv macht und einige Gründe hierfür sind:
- Traditionelle Rollenbilder: In vielen Kulturen wird erwartet, dass Männer bestimmte Karrieren wählen, während Frauen andere Karrieren wählen. Der Bausektor wird oft als eine “Männerdomäne” angesehen, was auch daran liegen könnte, dass es In den alten Bundesländern Frauen bis 1994 verboten war, einer Beschäftigung im Bauhauptgewerbe nachzugehen
- Mangel an Vorbildern: Durch diese Unterrepresentation gibt es wiederum weniger Vorbilder, auf die sie sich beziehen können. Dies kann dazu führen, dass sie sich nicht vorstellen können, eine Karriere im Bausektor zu verfolgen.
- Diskriminierung: Leider gibt es immer noch Diskriminierung im Bausektor. Frauen und andere Minderheiten können mit Vorurteilen und stereotypen Meinungen konfrontiert werden, die ihnen den Einstieg oder Aufstieg im Bausektor erschweren.
- Aufklärung: Unternehmen im Bausektor können Schulungen und Sensibilisierungsprogramme anbieten, um Vorurteile und Stereotypen zu bekämpfen. Durch eine offene und respektvolle Kommunikation können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu beitragen, dass der Bausektor inklusiver wird.
- Mentoring: Frauen und andere Minderheiten können von Mentoring-Programmen profitieren, die ihnen helfen, ihre Karriere im Bausektor voranzutreiben. Indem sie von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen unterstützt werden, können sie wertvolle Fähigkeiten und Erfahrungen sammeln und ihr Selbstvertrauen stärken.
- Anreize: Unternehmen können Anreize schaffen, um Frauen und andere Minderheiten im Bausektor zu fördern. Beispielsweise können sie spezielle Trainingsprogramme anbieten oder flexible Arbeitsbedingungen schaffen, die es einfacher machen, Familie und Karriere zu vereinbaren.
- Öffentliche Unterstützung: Regierungen und andere öffentliche Institutionen können Initiativen starten, um Frauen und andere Minderheiten im Bausektor zu fördern. Dies kann beispielsweise durch finanzielle Unterstützung für Unternehmen geschehen, die sich für die Förderung von Frauen und anderen Minderheiten im Bausektor engagieren.
Der aktuelle Stand
Der aktuelle Stand der Vielfalt im Baugewerbe zeigt einen allmählichen, aber bemerkenswerten Wandel hin zu integrativeren Praktiken, auch wenn noch erhebliche Herausforderungen bestehen. In der Vergangenheit war die Baubranche überwiegend von Männern dominiert, wobei Frauen und Minderheiten deutlich unterrepräsentiert waren. Die jüngsten Bemühungen von Unternehmen und Branchenverbänden zielen jedoch darauf ab, diese Diskrepanzen durch die Förderung von Vielfalt und Integration durch gezielte Rekrutierung, Mentorenprogramme und Schulungen zur Förderung der Vielfalt zu beseitigen.
Es gibt Initiativen, die darauf abzielen, ein breiteres Spektrum von Bewerbern anzuziehen und die Demografie der Gesellschaft widerzuspiegeln, aber das Tempo der Veränderungen ist in den verschiedenen Regionen und Organisationen nach wie vor uneinheitlich. Darüber hinaus stellen unbewusste Vorurteile und kulturelle Barrieren nach wie vor Hindernisse für eine umfassende Vielfalt in der Branche dar. Da das Baugewerbe weiterhin wächst und innovativ ist, wird eine größere Vielfalt nicht nur als soziales Gebot angesehen, sondern auch als Mittel zur Förderung der Kreativität, zur Verbesserung der Problemlösung und zur Erfüllung der Anforderungen eines globalen Marktes. Und diese Erfolgsstory geht weiter.
Denn dies ist nicht nur für die Gesellschaft von Vorteil, sondern auch für die Firmen. Die Studie “Delivering through Diversity” von McKinsey zeigt: Je diverser die Teams, desto profitabler. Ein höherer Frauenanteil erhöht die Chancen von überdurchschnittlichem Erfolg um 22%, während eine kulturelle Vielfalt die Chancen auf Erfolg um 33% erhöht.
Frauen-Netzbau
Daher sind wir sehr glücklich, dass am Weltfrauentag, Ministerin Klara Geywitz und Bauindustrie-Präsident Peter Hübner die Gründung der Frauen-Netzbau bekannt gegeben haben. Das Frauen-Netzwerk der Bauwirtschaft soll ein Forum für den Austausch werden und Mentoring-Strukturen schaffen, um den Ein- und Aufstieg von Frauen in der Bauindustrie zu fördern. Der HDB-Präsident betonte, dass Frauen mit ihrer Expertise und Perspektive dazu beitragen können, eine nachhaltige Gestaltung der gebauten Umwelt zu erreichen.
Auch wir bei Magoxx sind uns bewusst, das wir einen Teil dazu beitragen müssen. Aus diesem Grund versuchen wir, uns bei Neuanstellungen in Deutschland auf Inklusion zu fokussieren. Sollten Sie selber interessiert sein, oder jemanden kennen, der in einem innovativen Bauunternehmen für Nachhaltigkeit sorgen will, melden Sie sich gerne bei uns.
Es ist wichtig, diese Herausforderungen anzuerkennen, aber es ist auch wichtig, dass wir nach Lösungen suchen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie der Bausektor inklusiver und gerechter werden kann.