Ein Bauunternehmen verarbeitet eine Windstopperplatte in vorgefertigten Bausystemen, indem es die Platten auf einer Holz- oder Stahlunterkonstruktion befestigt, horizontale Fugen mit Klebeband abdichtet und die glatte Seite nach außen ausrichtet. Dieser Ablauf gilt für MgO-Platten wie den MAGOXX Windstopper, der speziell für hinterlüftete Fassadenkonstruktionen entwickelt wurde. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen zur Verarbeitung im Detail.

Welche Anforderungen gelten für Windstopperplatten in vorgefertigten Bausystemen?

Windstopperplatten müssen in vorgefertigten Bausystemen diffusionsoffen, nicht brennbar und formstabil unter wechselnden Feuchtigkeitsbedingungen sein. Für den Einsatz als Windbarriere in hinterlüfteten Fassadenkonstruktionen ist außerdem eine ausreichende Biegesteifigkeit nötig, damit die Platten Wind- und Soglasten standhalten, ohne sich zu verformen.

Im Modulbau und in vorgefertigten Bausystemen kommen noch weitere Anforderungen hinzu. Die Platten müssen leicht genug sein, um das Gesamtgewicht der Konstruktion nicht unnötig zu erhöhen, und gleichzeitig robust genug, um Transport und Montage unbeschadet zu überstehen. MgO-Platten wie der MAGOXX Windstopper erfüllen diese Anforderungen durch ihre Zusammensetzung aus Magnesiumoxid und mehrlagigem Glasfasergewebe.

Für den Brandschutz gilt in den meisten Ländern Europas die Baustoffklasse A1 als Voraussetzung für den Einsatz in Außenwandaufbauten mit Wärmedämmung. Platten der Klasse A1 sind nicht brennbar und tragen im Brandfall nicht zur Brandausbreitung bei. Für den Einsatz im Modulbau, wo Feuerwiderstand oft vertraglich vorgeschrieben ist, ist diese Zertifizierung ein wichtiges Auswahlkriterium.

Wie wird eine Windstopperplatte in der Unterkonstruktion befestigt?

Eine Windstopperplatte wird mit Edelstahl-Ringnägeln oder beschichteten Außenschrauben auf der Holz- oder Stahlunterkonstruktion befestigt. Die glatte Seite der Platte zeigt dabei nach außen. Befestigungsmittel müssen mindestens 12 mm vom Plattenrand und mindestens 50 mm von den Ecken entfernt gesetzt werden.

Für die Befestigung mit Ringnägeln schreibt die Verarbeitungsrichtlinie Edelstahl-Ringnägel mit den Maßen 2,5 × 50 mm vor, die im Achsabstand von 15 cm gesetzt werden. Edelstahl A2 ist jedoch nicht für Schwimmbäder oder küstennahe Standorte geeignet, da Chlor und Salz das Material angreifen können. In diesen Situationen kommen Dynaplus-Außenschrauben mit AR-Beschichtung zum Einsatz.

Die Schraubenlänge sollte mindestens dem Dreifachen der Plattenstärke entsprechen. Aus Brandschutzgründen empfehlen wir eine Länge vom Fünffachen der Plattenstärke. Eine zu kurze Schraube kann im Brandfall als Schweißpunkt wirken und die Konstruktion gefährden. Der Schraubenkopf muss bündig mit der Plattenoberfläche abschließen und darf nicht in die Platte versenkt werden.

Für den Achsabstand der Unterkonstruktion gilt je nach Plattenstärke:

Was ist der Unterschied zwischen Windstopper und Stormstopper?

Der Windstopper ist eine diffusionsoffene MgO-Platte für hinterlüftete Außenfassaden, die dauerhaft als Windbarriere und Regenschutz eingebaut wird. Der Stormstopper ist eine temporäre Lösung im Format 1.200 × 3.000 mm, die im Rohbau eingesetzt wird, um Gebäude während der Bauphase bis zu zwölf Monate lang vor Wind und Regen zu schützen.

Beide Produkte basieren auf Magnesiumoxid und sind in die Baustoffklasse A1 eingestuft. Der Unterschied liegt im Verwendungszweck: Der Windstopper ist ein dauerhafter Bestandteil des Fassadenaufbaus, während der Stormstopper als vorübergehender Wetterschutz während der Bauzeit fungiert. Für vorgefertigte Bausysteme ist der Windstopper die richtige Wahl, wenn eine dauerhafte Windbarriere in der Fassadenkonstruktion geplant ist.

Wie werden Stöße und Fugen bei Windstopperplatten fachgerecht ausgeführt?

Bei Windstopperplatten mit geraden Kanten müssen horizontale Fugen mit Klebeband abgedichtet werden. In Querrichtung dürfen die Platten stumpf oder mit einer Fuge von weniger als 1 mm aneinander montiert werden. In Längsrichtung ist eine Fuge von 3 mm einzuhalten, um Bewegungen der Holzunterkonstruktion aufzufangen.

Für das Klebeband eignen sich zum Beispiel Siga Wigluv Black 60 mm oder Morgo Airseal Blacktape 100 mm. Das Klebeband muss blasenfrei aufgebracht werden, damit die Dichtwirkung zuverlässig ist. Löcher von Ringnägeln oder Schrauben müssen nicht separat abgeklebt werden.

Ein praktischer Vorteil gegenüber manchen Alternativprodukten: Bei MAGOXX Windstopperplatten müssen nur die horizontalen Nähte abgeklebt werden. Bei anderen Herstellern sind zusätzlich die vertikalen Nähte abzudichten, was den Arbeitsaufwand und die Abdichtungskosten erhöht. Dieser Unterschied kann bei großen Fassadenflächen einen spürbaren Kostenunterschied ausmachen.

Für die 9-mm-Variante gibt es außerdem eine Ausführung mit umlaufender Überlappung. Diese Platten haben ein Deckmaß von 60 × 120 cm und werden horizontal im wilden Verband mit einer Mindestüberlappung von 100 mm montiert. Diese Verarbeitungsweise unterstützt gleichzeitig die Scheibenwirkung der Konstruktion.

Welche Werkzeuge und Zuschnittmethoden eignen sich für MgO-Windstopperplatten?

MgO-Windstopperplatten lassen sich mit handelsüblichen Elektrowerkzeugen zuschneiden und verarbeiten. Für die Befestigung kommt ein Nagler für Ringnägel oder ein herkömmlicher Akkuschrauber zum Einsatz. Die Platten können gesägt, geschraubt, geklammert und geklebt werden.

Beim Zuschnitt empfiehlt sich eine Kreissäge oder Stichsäge mit einem geeigneten Sägeblatt für Hartfaserplatten. Da MgO-Platten staubarm und frei von Asbest und Silikaten sind, ist die Verarbeitung gesundheitlich unbedenklicher als bei manchen zementgebundenen Alternativen. Trotzdem ist das Tragen von Atemschutz und Schutzbrille beim Sägen empfehlenswert.

Für den Einsatz in vorgefertigten Bausystemen lassen sich die Platten gut in der Werkstatt vorkonfektionieren. Das spart auf der Baustelle Zeit und reduziert den Verschnitt. Die Formate 2.700 × 1.200 mm und 3.000 × 1.200 mm passen gut zu modularen Rastermaßen und erleichtern die Planung im Trockenbau.

Ab einer Stärke von 6 mm eignen sich MAGOXX Windstopperplatten außerdem für das Einblasen von Dämmmaterial unter hohem Druck, zum Beispiel Zellulose. Das macht sie zu einer flexiblen Lösung für verschiedene Dämmkonzepte in der Fassadenkonstruktion.

Wann sollte ein Bauunternehmen MgO-Platten gegenüber Gips oder Zement bevorzugen?

Ein Bauunternehmen sollte MgO-Platten gegenüber Gips oder Zement bevorzugen, wenn Brandschutz, Feuchtigkeitsbeständigkeit und Nachhaltigkeit gleichzeitig gefordert sind. Gipsplatten sind feuchtigkeitsempfindlich und nicht für den Außeneinsatz geeignet. Zementgebundene Platten sind schwerer und haben einen höheren CO₂-Fußabdruck als MgO-Platten.

Konkret spricht der Einsatz von MgO-Platten in diesen Situationen für sich:

  1. Feuchte oder wechselfeuchte Umgebungen: MgO-Platten bilden keinen Nährboden für Schimmel und werden durch Feuchtigkeit nicht beschädigt. Das macht sie nützlich für Bäder, Keller, Fassaden und Küstenprojekte.
  2. Brandschutznachweise: Die Baustoffklasse A1 ist bei MgO-Platten zertifiziert. Feuerwiderstandsdauern von 60 bis 90 Minuten sind je nach Aufbau erreichbar, was für Projekte mit strengen Brandschutzanforderungen wichtig ist.
  3. Nachhaltigkeitsziele: Die Herstellung von MgO benötigt nur halb so viel Energie wie die Zementproduktion. Das reduziert die CO₂-Emissionen um rund 50 Prozent. Der MKI-Wert von 0,91 Euro pro Quadratmeter macht die Platten zu einer nachweislich umweltfreundlichen Wahl.
  4. Modulbau und vorgefertigte Systeme: Das geringe Gewicht und die einfache Verarbeitung mit Standardwerkzeug machen MgO-Platten besonders nützlich für den Modulbau, wo Zeit und Gewicht direkte Kostenauswirkungen haben.

Wie MAGOXX bei der Verarbeitung von Windstopperplatten hilft

Wir bei MAGOXX haben den Windstopper als direkte Alternative zu herkömmlichen Windschutzfolien und konventionellen Windschutzplatten entwickelt. Unsere MgO-Windstopperplatte bietet Bauunternehmen eine konkrete Lösung für die Anforderungen moderner Fassadenkonstruktionen:

Willst du wissen, welche Plattenstärke und welches Format für dein Projekt am besten geeignet sind? Nimm Kontakt mit uns auf und wir beraten dich zu den passenden Verarbeitungsrichtlinien und Produktvarianten für deine Fassadenkonstruktion.