Jenseits von Beton – Nachhaltige Bauplatten
Das Innovationstempo in der Bauwirtschaft hat sich durch steigende Material- und Energiekosten, sowie die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit im Baubereich, beschleunigt. Zu den Grundprinzipien des nachhaltigen Bauens gehören u.a.:
- die Minimierung des Energieverbrauchs durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen
- die Verringerung des Wasserverbrauchs durch effiziente Sanitär- und Landschaftsbauverfahren
- die Verwendung umweltfreundlicher Materialien wie recycelter oder wiederverwerteter Werkstoffe
- die Gestaltung von Gebäuden mit optimaler natürlicher Beleuchtung und Belüftung
- die Einbeziehung von Grünflächen und Vegetation zur Förderung der Artenvielfalt und Verbesserung der Luftqualität
Nachhaltiges Bauen bedeutet auch, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu berücksichtigen – vom Bau bis zum Abriss – um die Umweltauswirkungen zu minimieren und die langfristige Effizienz zu maximieren. Durch die Einhaltung dieser Grundsätze können nachhaltige Gebäude dazu beitragen, Kohlenstoffemissionen zu reduzieren, Ressourcen zu sparen und ein gesünderes Innenraumklima für die Bewohner zu schaffen.
Welche Baustoffe sind nachhaltig und welche nicht?
Auf dem deutschen Markt dominieren nach wie vor mineralische Baustoffe, wie Beton, Mörtel und Gips. In Skandinavien beispielsweise ist der Holzbau beim Bau von Eigenheimen praktisch Standard. In den USA und Kanada ist die Holzbauweise weit verbreitet, und in Afrika wird traditionell mit Lehm gebaut. Hinzukommt, dass die Kosten für viele Baumaterialien in den letzten Jahren stark gestiegen sind.
Ein Grund dafür ist, dass die herkömmlichen Bau- und Dämmstoffe wie Beton, Ziegel, Kalksandstein oder Hartschaum zur Herstellung viel Energie benötigen und die ist erheblich teurer geworden – sowie auch viele Rohstoffe.
Zu den Baustoffen, die nicht nachhaltig sind, gehören solche, die nicht erneuerbar sind, wie Beton, Stahl und Glas. Für die Herstellung dieser Materialien wird viel Energie benötigt, was zu einem erhöhten Kohlenstoffausstoß und einer Verschlechterung der Umweltbedingungen führt. Auch Materialien wie PVC, das schädliche Chemikalien wie Phthalate enthält, sind aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht nachhaltig. Insgesamt gelten Baumaterialien, die natürliche Ressourcen verbrauchen, einen hohen Energieaufwand haben und giftige Stoffe freisetzen, als nicht nachhaltig für Bauprojekte.
Umweltfreundliche Alternativen zu konventionellen Baustoffen werden als nachhaltige Baustoffe bezeichnet. Umweltfreundlich bedeutet, dass diese Materialien im Idealfall aus der Region stammen, sich durch eine lange Lebensdauer auszeichnen und bei einem späteren Abbau des Gebäudes als Baustoff wiederverwendet werden können. Zu diesen nachhaltigen Baustoffen zählen u.a. Holz, Kalk, Sandstein, Kies, Lehm, Sand, Ton, Kork, Schafwolle, Hanf, Flachs und Stroh.
Nachhaltigkeit beginnt bereits mit dem Fundament
Alternative Produkte für die Schaffung umweltfreundlicherer und nachhaltigerer Strukturen sind nachhaltige Bauplatten. Nachhaltige Bauplatten bieten zahlreiche Vorteile, darunter auch Umweltvorteile wie die Verringerung des CO2-Ausstoßes und die Förderung der Ressourcenschonung. Diese Platten werden in der Regel aus erneuerbaren oder recycelten Materialien hergestellt, was sie umweltfreundlich macht und zu den Zielen der Nachhaltigkeit beiträgt.
Außerdem sind nachhaltige Bauplatten im Vergleich zu herkömmlichen Materialien oft haltbarer und leistungsfähiger, was zu einer längeren Lebensdauer der Strukturen und geringeren Wartungskosten führt. Im Hinblick auf Gesundheit und Sicherheit ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass diese Bauplatten schädliche Chemikalien oder flüchtige organische Verbindungen freisetzen. Insgesamt kommen die Anwendungen nachhaltiger Bauplatten nicht nur der Umwelt zugute, sondern ermöglichen auch langfristige Kosteneinsparungen – die Qualität von Wohn- und Arbeitsräumen wird durch dieses Baumaterial verbessert.
Die Verwendung von nicht nachhaltigen Bauplatten und Rohstoffen trägt zur Abholzung der Wälder, zur Umweltverschmutzung und zum Klimawandel bei. Außerdem können giftige Chemikalien in Boden und Wasser, bei der Herstellung, versickern und belasten so die Umwelt und gefährden die Gesundheit. Beim nachhaltigen Bauen geht es darum, die Funktionalität des Bauwerks zu gewährleisten und Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden zu garantieren.