Die neue EU-Bauprodukte-Verordnung – kurz auch (EU-BauPVO) genannt – trat am 7. Januar 2025 in Kraft und ist ein umfassender Rechtsrahmen, der den freien Verkehr von Bauprodukten innerhalb der Europäischen Union gewährleisten und gleichzeitig die Sicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation in der Bauindustrie verbessern soll. Die Bauprodukteverordnung zielt darauf ab, Bewertungsmethoden und Leistungskriterien zu standardisieren, damit Bauherren, Architekten und andere Beteiligte Produkte auf der Grundlage ihrer angegebenen Eigenschaften leicht vergleichen und auswählen können.
Das hört sich erstmal sehr hochtrabend an, ist aber eine richtig tolle Sache für alle Bauherren, Architekten, Ingenieuren, Verbrauchern und Behörden. Die neue Bauprodukte-Verordnung der EU hilft dabei, Bauprodukte in der EU zu verkaufen. Außerdem unterstützt sie neue Bautechniken. Dadurch wird die Branche besser und nachhaltiger.
Die Vorteile der neuen Bauprodukte-Verordnung
Zu den wesentlichen Merkmalen der Bauproduktverordnung gehören verbesserte Marktüberwachungsmechanismen und die Einführung strengerer Anforderungen an die Produkttransparenz und die Umweltauswirkungen, die die umfassenderen Verpflichtungen der EU in Bezug auf den Green Deal und die digitale Transformation widerspiegeln. Die neue Verordnung mit ihrern Anforderungen zielt auch darauf ab, die Regeln für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu vereinfachen, damit sie innovative Produkte leichter auf den Markt bringen können. Insgesamt soll die Verordnung einen robusteren Binnenmarkt für Baustoffe fördern und gleichzeitig mit den Zielen der EU zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen und zur Förderung der Ressourceneffizienz in Einklang stehen.
Die EU-Verordnung über neue Bauprodukte 2025 bietet mehrere Vorteile, die darauf abzielen, die Sicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation in der Bauindustrie zu verbessern. Hier erfahren Sie einige Highlights:
- Neue Ideen & Digitalisierung: Durch die Integration digitaler Technologien und Praktiken des Datenaustauschs wird ein moderner und effizienter Bausektor gefördert. Innovative Bautechniken und neue Ideen stärken die Wettbewerbsfähigkeit.
- Freier Verkehr für Baustoffe: Ziel ist es, die Normen in den EU-Mitgliedstaaten zu harmonisieren, Handelshemmnisse abzubauen und den freien Verkehr von Bauprodukten auf dem Binnenmarkt zu ermöglichen.
- Nachhaltigkeit: Die Verordnung betont die Nachhaltigkeit durch die Förderung umweltfreundlicher Materialien und Baumethoden, wie die MAGOXX®Board Produkte und steht damit im Einklang mit den umfassenderen Klimazielen der EU.
- Verbraucherschutz: Gemäß den geltenden Vorschriften sind Hersteller dazu verpflichtet, für jedes Bauprodukt eine Leistungserklärung und die wesentlichen Merkmale abzugeben (digitale Produktpass). Dadurch werden Bauherren, Architekten, Ingenieure, Verbraucher und Behörden dazu angeregt, die Bewertungen und Anforderungen von Bauprodukten zukünftig stärker auf Leistung und Nachhaltigkeit zu orientieren.
- CE-Kennzeichnung: Das CE-Kennzeichen ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der EU-BauPVO. Die neuen Regeln ergänzen und erweitern es jedoch. Und die neue BauPVO wird ab 2026 in allen Mitgliedstaaten zur Anwendung kommen.
Insgesamt ist die neue Bauprodukteverordnung 2025 geeignet, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken und gleichzeitig den Übergang zu umweltfreundlicheren und sichereren Verfahren voranzutreiben.
Die neue Bauverordnung – Teil 2
Auch wenn die neue Bauprodukteverordnung bereits seit einigen Monaten aktiv ist, gibt es noch so viele Fragen in Bezug auf die geltenden Anforderungen, wie zum Beispiel:
- Was ist der digitale Produktpass?
- Welche Angaben muss der Hersteller angeben?
- Welche Möglichkeiten der Entlastung gibt es?
Fragen über Fragen, die hier in Kürze beantworten werden. Teil 2 folgt bald!